In der modernen Gesellschaft wird die maximale Unabhängigkeit des Einzelnen, der Fokus auf die eigene Karriere und die Loslösung von klassischen Rollenbildern weithin als sozialer Fortschritt und Befreiung deklariert. Bei einer systemkritischen Betrachtung dieser Entwicklung zeigt sich jedoch eine Kehrseite: Die fortschreitende Individualisierung und die damit einhergehende Schwächung traditioneller Familienstrukturen dienen maßgeblich ökonomischen Interessen und staatlicher Kontrolle.